Satomi Edo

Allgemeine Konzept
Interview
Recognition of History - Hiroshima
...gestrige Anwesenheit
Lady - made
Von seidenen Fäden
Das Schloss - Das Paradies
Αund Ω

Meine Arbeiten sind Ausdruck meiner Lebenserfahrungen. Ich bin vor acht Jahren aus Japan nach Deutschland gekommen und seitdem bin ich immer eine Reisende. In dieser Zeit habe ich in fünf Städten Deutschlands gewohnt und viele Reisen ins europäische Ausland unternommen. Wo auch immer ich bin, habe ich ständig das Gefühl, dass der jeweilige Ort nur eine Zwischenstation für mich ist. In meinen Arbeiten setze ich mich mit dem Gefühl der Heimatlosigkeit immer eng verbunden mit Existenzängsten auseinander.

Seit 2006 beschäftige ich mich mit der Serienarbeit „Die japanischen Familienwappen“. Es geht bei diesen Arbeiten um Familien in Japan, die voneinander getrennt sind, sich aber gerade dadurch unheimlich nahe sind. In Japan sind das „Haus“ und die „Familie“ sehr eng miteinander verbunden und haben sowohl eine private als auch eine öffentliche Seite.

In meiner Arbeit, „Der Nomade“, „Der Campingplatz“, „Der Überblick“ und „Der Wohnsitz“ thematisiere ich die Situation keinen festen Wohnsitz zu haben sowie das Gefühl nirgends in der Welt zu Hause zu sein. Die aus Gewebestoff genähten Zelte orientieren sich an Hütten, die sich Obdachlose in Japan als Unterschlupf bauen.

Die Raum–Videoinstallation „Der Wohnsitz – C213“ kann wie ein Tagebuch meines Lebens gesehen werden. Sie besteht aus Kartonstapeln, in denen sich Videoarbeiten sowie Gegenstände, die mein Künstlerdasein in Japan und Deutschland geprägt und prägen haben, wiederfinden.

Satomi Edo, Münster, den 5. Januar, 2011